#07 Gerechtigkeit durch Glauben, nicht durch Leistung

Shownotes

Gerechtigkeit durch Glauben, nicht durch Leistung – Galater 3

Herzlich willkommen bei Kreuz und Klar – dem christlichen Podcast für Männer. Wir reden Klartext über die Dinge, die uns wirklich beschäftigen: ehrlich, biblisch, ohne fromme Floskeln. In dieser Folge fragen wir: Warum fühlt sich Glaube für so viele Männer wie ein Laufband an – und wie kommt man da runter?


Das geistliche Laufband

Das englische Wort treadmill – Laufband – geht zurück auf ein Strafgerät aus englischen Gefängnissen des frühen 19. Jahrhunderts. Häftlinge mussten stundenlang drauftreten, ein riesiges Rad in Bewegung halten, das am Ende oft überhaupt nichts antrieb. Die Gefangenen hatten einen Namen dafür: grinding the wind – den Wind schleifen. Anstrengend, sinnlos, ohne Ergebnis. Genau dieses Laufband – in geistlicher Form – hatten die Christen in Galatien. Sie waren durch den Glauben an Jesus gestartet, voller Freiheit. Und dann kamen Leute und sagten: „Schön und gut – aber jetzt musst du noch das und das halten, damit es wirklich zählt." So wurde dieser einfache, freie Glaube auf einmal immer komplizierter.


Was Paulus fragt – Galater 3,2

„Das allein will ich von euch erfahren: Habt ihr den Geist durch Werke des Gesetzes empfangen oder durch die Verkündigung vom Glauben?" Denk an den Moment, wo Gott in deinem Leben real wurde. War das, weil du eine Liste abgehakt hattest? Weil du gut genug warst? Nein. Es war Geschenk – von Anfang an. Paulus bringt es auf den Punkt: Ihr habt im Geist angefangen – wollt ihr es jetzt durch eigene Kraft zu Ende bringen? Was du dir nicht verdienen konntest, kannst du dir auch nicht erhalten, indem du dich abrackerst.


Der Unterschied, der alles ändert

Abraham glaubte Gott – und das wurde ihm als Gerechtigkeit angerechnet. Tausend Jahre vor dem ersten Gebot. Glaube kommt immer zuerst. Immer. Stell dir vor, ein großzügiger Milliardär schenkt dir 120 Millionen Euro – und du versuchst dein Leben lang, ihm das mit den Einnahmen fürs Rasenmähen in der Nachbarschaft zu erstatten. Das würde niemals funktionieren und noch weniger Sinn machen. Du bist nicht durch Gnade reingekommen, um dann durch Leistung drinzubleiben.


Was sich ändert – und was nicht

Beten, Bibel lesen, der Kampf gegen Sünde – all das bleibt wichtig. Aber der Grund dafür ändert sich komplett: ● Du betest nicht, damit Gott dich annimmt. ● Du betest, weil er dich schon angenommen hat. Das ist der Unterschied zwischen einem Angestellten, der um seinen Job zittert – und einem Sohn, der nichts mehr beweisen muss.


Dein Anstoß für heute

Vielleicht betest du heute mal anders. Nicht: „Gott, ich versuch's besser." Sondern einfach: „Danke, dass du mich angenommen hast, bevor ich irgendetwas geleistet habe. Hilf mir, aus dieser Freude zu leben." Denk dran: Gott braucht keinen, der alles kann – er will einen, der ihn wirklich kennt.


Bibelstellen dieser Folge

  • Galater 3,2–3
  • Galater 3,6–9
  • Römer 4,3

Transkript anzeigen

00:00:09: Hey und herzlich willkommen zu einer neuen Folge von Kreuz.

00:00:13: und klar.

00:00:14: Kennst du dieses Gefühl, dass du im Glauben nie ganz fertig wirst?

00:00:18: Du hast heute gebetet aber nicht lang genug!

00:00:20: Du hast in der Bibel gelesen auch nur fünf Minuten.

00:00:24: Du wolltest die eine Sache lassen und stattdessen etwas Sinnvolleres tun und hast es wieder nicht geschafft.

00:00:30: Und irgendwo im Hinterkopf taucht diese Stimme auf, du musst dich mehr anstrengen dann ist Gott zufrieden mit dir.

00:00:36: Das ist wie ein Laufband.

00:00:38: Du rennst und rennest, kommst aber kein Meter näher.

00:00:41: Weißt du, wer der Begriff für das Laufband eigentlich kommt?

00:00:44: Das Ding, das du aus dem Fitnessstudio kennst?

00:00:47: Erfunden wurde es vor gut zweihundert Jahren in England unter dem Namen Treadmill als Strafgerät für Gefängnisinsassen.

00:00:54: Heftlinge mussten stundenlang darauf laufen Ein riesiges Rad in Bewegung halten, dass am Ende oft überhaupt nichts antrieb.

00:01:01: Die Gefangenen hatten einen Namen dafür Rinding the Wind den Windschleifen, also eine total anstrengende aber komplett sinnlose Tätigkeit.

00:01:09: Du strampelst bis zur Erschöpfung und kommst keinen Meter weit hast nichts Sinnvolles damit bewirkt.

00:01:15: Es war nie zum Trainieren gedacht sondern im Gegenteil es war Strafe.

00:01:19: genau dieses Laufband in geistlicher Form hatten die Christen in Galatien auch.

00:01:23: sie waren durch den Glauben an Jesus gestartet voller Freiheit.

00:01:27: Und dann kamen Leute und sagten schön gut Aber jetzt musst du doch das und das halten damit es wirklich zählt.

00:01:33: So wurde diese einfache freie Glaube auf einmal komplizierter und komplizierte.

00:01:38: Und genau hier steckt eine Frage, die mich bewegt.

00:01:41: Müsste echter Glaube nicht mit der Zeit einfacher werden?

00:01:45: Kindlicher!

00:01:46: Nicht das Regelwerk sondern die Frucht in unserem Leben zunehmen.

00:01:50: Paulus jedenfalls wird da deutlich.

00:01:52: er stellt den Galatern eine einzige Frage, Galater III Vers II.

00:01:56: Das allein will ich von euch erfahren Habt ihr den Geist durch Werke des Gesetzes empfangen oder durch Verkündigung vom Glauben?

00:02:03: Lass das mal kurz wirken.

00:02:05: Denk an den Moment wo Gott in deinem Leben real wurde, wo du gemerkt hast da ist wirklich.

00:02:09: was war das?

00:02:11: Weil du eine Liste abgehakt hattest weil du gut genug warst?

00:02:14: nein es war Geschenk und zwar von Anfang an.

00:02:17: Und jetzt kommt der Punkt an dem die meisten von uns irgendwie scheitern.

00:02:21: Paulus sagt sinngemäß seid ihr so unverständlich?

00:02:24: Ihr habt im geist angefangen und wollt es jetzt im eigenen fleisch also durch eigene taten zu Ende bringen?

00:02:29: übersetzt heißt dass Was du dir nicht verdienen konntest, kannst du dir auch nix erhalten indem du dich abrackerst.

00:02:35: Man könnte es Gehorsamsbelohnungsdenken nennen.

00:02:38: Dieses heimliche Ich-Gehorche Gott also gibt mir Gott mehr!

00:02:41: Aber so läuft das eben nich.

00:02:43: Wo Glaube ist da wird Gott.

00:02:45: Nicht da wo die größte Leistung steht.

00:02:47: Du bist nicht durch Gnade reingekommen und dann durch Leistungen drin zu bleiben.

00:02:50: Stell Dir vor ein Großzüger Milliardär schenkt Dir hundertzwanzig Millionen Euro einfach so Und Du versuchst dein Leben lang ihm das mit dem Einnahmen fürs Rasenmähen in der Machbarschaft zu erstatten.

00:03:01: Das wird niemals funktionieren und noch weniger Sinn machen.

00:03:04: Gerechtigkeit durch Glauben heißt also, du stehst vor Gott gerecht da!

00:03:08: Nicht weil deine Gebets- und Bibelbilanz stimmt sondern weil Jesus die Rechnung für dich bezahlt hat.

00:03:13: Abraham hat geglaubt und das wurde ihm als Gerechtigkeit angerechnet.

00:03:17: Tausend Jahre vor dem ersten Gebot.

00:03:20: Glaube kommt immer zuerst, immer.

00:03:22: Und ein schönes Detail.

00:03:24: Abraham glaubte Gott damals in Bezug auf die Zukunft Auf eine Verheißung, die er noch gar nicht sehen konnte.

00:03:30: Wir glauben ihm in Bezug auf das, was längst geschehen ist.

00:03:33: Es ist vollbracht!

00:03:35: Da gibt's nichts mehr hinzuzufügen.

00:03:37: und bitte nicht falsch verstehen, dass es keine Ausrede faul zu werden.

00:03:40: Beten, Bibel, Kampf gegen Sünde – all das bleibt natürlich wichtig aber der Grund dafür ändert sich komplett.

00:03:46: Du betest nicht damit Gott dich annimmt.

00:03:48: du betest weil er dich schon angenommen hat.

00:03:51: Was von Grund zur Freude?

00:03:53: Das ist der Unterschied zwischen einem Angestellten der um seinen Job zittert und dem Sohn des Unternehmers, der nichts mehr beweisen muss.

00:04:00: Die Frage ist nur welcher von beiden bist du gerade?

00:04:04: Wenn Du heute eins mitnimmst dann das Steig runter von der Drehdmühle!

00:04:08: Du musst – und kannst – dir Gott nicht verdienen.

00:04:12: Den Job hat Gott sei Dank Jesus erledigt.

00:04:15: Er ist am Kreuz gestorben für dich, einmal und es reicht für alle Ewigkeit!

00:04:19: Unsere Berufung als Männer-und Väter ist nicht uns sinnlos auf einer Tretmühle abzurackern sondern uns geistlich fit zu halten, stichwort Laufband weil wir mit Gott Zeit haben wollen und dadurch gestärkt unseren Alltag bewältigen können.

00:04:32: Vielleicht bittest du heute mal anders?

00:04:33: Nicht Gott ich versuch's besser zu machen Sondern einfach Danke, dass du mich angenommen hast bevor ich irgendwas geleistet habe.

00:04:41: Hilf mir aus dieser Freude zu leben!

00:04:44: Das ist echte Freiheit.

00:04:45: die können wir als Männer gebrauchen oder?

00:04:48: Denk dran Gott braucht keinen der alles kann.

00:04:51: er will einen der ihn wirklich kennt.

00:04:53: Gottes Segen dabei und bis morgen.

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