#052 Barfuß im Schneesturm
Shownotes
„Gott aber, der reich ist an Erbarmen, hat uns, die wir tot waren, mit dem Christus lebendig gemacht." (Epheser 2,4-5)
Darum geht's
- Mel Trotter: von den verkauften Schuhen zu 68 Rettungsmissionen
- Warum Paulus das Wort „tot" wählt und nicht „renovierungsbedürftig"
- Ein Toter kann sich nicht selbst zusammenreißen
- „Gott aber" – die zwei Wörter, an denen der Text sich dreht
- Wo dieses „aber" in der Bibel sonst noch auftaucht
- Der Zwischenruf, der Paulus mitten im Satz rausrutscht
- Warum Judas mit dem Zurückgeben scheitern musste
- Gute Werke an der richtigen Stelle: dahinter, nicht davor
- Christentum ohne Kraft oder ohne Freude – die zwei Tretmühlen
- „Zuvor bereitet" – und was Christian im Rückblick erkennt
Bibelstellenübersicht
- Epheser 2,1-10
Denk dran: Gott braucht keinen, der alles kann – er will einen, der ihn wirklich kennt.
Transkript anzeigen
00:00:08: Hey, Christian hier.
00:00:09: Herzlich Willkommen zu einer neuen Folge von Kreuz und Klar!
00:00:13: Als Mel Trotter, in der ersten Zeit im Jahr, starten Kanten ihn hunderttausende Amerikaner.
00:00:18: Er hat mit aufgebaut, dass er mit Rettungsmissionen für Obdachlos sind.
00:00:22: Vierzig Jahre lang leitet eine davon unzählige Menschen vor der Straße geholt.
00:00:27: Nur damit du wirst, wo dieser Mann angefangen hat?
00:00:30: Trotter war schwerer Alkoholiker.
00:00:32: Nach einer zehntägigen Trinktour kam er nach Hause und fand seinen zweijährigen Sohn tot vor.
00:00:37: Am Sarg schwur er dann nie wieder, Alkohl anzurühren.
00:00:41: Zwei Stunden später war er wieder betrunken.
00:00:44: Im Januar, eighteen-siebenneinzig landete er in Chicago mitten im Schneesturm und verkaufte seine eigenen Schuhe um sich noch etwas zu trinken zu kaufen.
00:00:52: Barfuß mittellos und am Ende Lieferrichtung Lake Michigan um dort Schluss zu machen.
00:00:58: Auf dem Weg dorthin zog ihn jemand in eine Missionsstation hinein.
00:01:03: Dort kann er zum Glauben, zwischen diesen beiden Bildern liegt derselbe Mensch und dazwischen liegt etwas das er sich nicht selbst besorgt hat.
00:01:12: Genau darum geht es heute!
00:01:14: Zum Abschluss unserer Woche über Versagen, Scharn und den Weg zurück.
00:01:18: Denn Paulus schreibt im Fässerbrief einen Abschnitt der genau so aufgebaut ist erstes vorher dann ein einziges Wort und dann das nachher.
00:01:26: Epheser zwei fängt so an, Vers eins und zwei.
00:01:29: Auch euch die er tot wart durch Übertretungen und Sünden in denen ihr eins gelebt habt nach dem Lauf dieser Welt.
00:01:36: Tod!
00:01:37: Nicht angeschlagen nicht ein bisschen auf der Spur, nicht renovierungsbedürftig sondern Tod.
00:01:44: Und in Vers drei legt Paulus noch nach wir waren von Natur Kinder des Zorns wie auch die anderen.
00:01:50: Das ist echt starker Tobak Und ich weiß, dass viele bei solchen Sätzen innerlich abwinken.
00:01:55: So schlimm war es doch gar nicht!
00:01:56: Ich habe ja niemand umgebracht.
00:01:58: Aber genau darum geht's Paulus nicht – ein Toder ist nicht deshalb tot weil er sich schlecht benommen hat sondern weil ihm das Leben fehlt.
00:02:06: Und daraus folgt das Entscheidende….
00:02:08: Ein Toder kann sich nicht selbst zusammenreißen Er kann keine bessere Version von sich werden.
00:02:13: Deshalb sind wir in dieser Woche genau hier gelandet.
00:02:16: In der Videofolge zu Beginn der Woche ging es um Petrusel Judas, zwei Männer die in derselben Nacht versagt haben und die Frage warum der eine zurückgefunden hat und der andere nicht.
00:02:26: Danach ging's um Zweiunddreißig und darum was Schuld mit einem Macht, den man verschweigt – und zuletzt um den Satz Es ist vollbracht und warum so viele ihn nicht glauben können.
00:02:36: All das läuft auf denselben Punkt zu.
00:02:38: Wohin geht man mit dem, was schief gelaufen is?
00:02:41: Denn Selbstverbesserung bringt an dieser Stelle gar nix, Rettung nach menschlichen Maßstab unmöglich.
00:02:48: Und dann kommen in Vers Vier zwei Wörter die zu den schönsten der ganzen Bibel gehören.
00:02:53: Gott aber – Der Reich ist an Erbarnen hat um seinen großen Liebewillen mit der er uns geliebt hat auch uns, die wir tot waren durch die Übertretungen mit dem Christus lebendig gemacht!
00:03:07: Genau da dreht sich der Text und wenn ihr die Bibel danach absucht, findet ihr dieses Aber immer wieder an den entscheidenden Stellen.
00:03:15: In Römer III – jetzt aber – ist die Gerechtigkeit Gottes offenbart worden.
00:03:20: in Galata IV als Aber-die-Zeit erfüllt war sante Gott seinen Sohn.
00:03:24: Immer da wo der Mensch am Ende is fängt Gott an.
00:03:28: Und jetzt achte darauf was Paulus in Vers V mitten in den Satz hinein ruft.
00:03:33: Er ist mit seinem Gedanke noch gar nicht fertig, aber er kann es offenbar nicht mehr zurückhalten.
00:03:38: Aus Gnade seid ihr errettet!
00:03:40: Das steht da wie in Zwischenruf, wie etwas das jemandem einfach rausrutscht.
00:03:45: Ein paar Verse später in Vers Acht und Neun formuliert das dann nochmal ruhig und vollständig.
00:03:50: Denn aus Gnadel seid Ihr errettelt durch den Glauben – und es nicht aus Euch.
00:03:55: Gottes Gabe ist es!
00:03:57: Nicht auswerken damit niemand sich
00:03:59: rühme!".
00:04:01: Wenn ihr in den letzten Tagen also gemerkt habt, dass dabei euch etwas offen ist – eine Schuldenmuster, ne Sache über die ihr mit niemandem redet.
00:04:08: Dann is der Weg zurück.
00:04:09: nicht mehr leisten, härter arbeiten es irgendwie wieder gut machen.
00:04:13: Judas hat genau das versucht.
00:04:15: er wollte das Geld zurückgeben und die Sache es selber in Ordnung bringen.
00:04:18: Es hat nicht funktioniert weil man Schuld nicht abbezahlen kann.
00:04:22: Man kann sie nur zu dem bringen der sich schon bezahlt hat.
00:04:25: Und dann steht da noch Verszehn Denn wir sind seine Schöpfung, erschaffen in Christus Jesus zu guten Werken die Gott zuvor bereitet hat.
00:04:33: Damit wir ihn Ihnen wandeln
00:04:34: sollen.".
00:04:35: Da sind die guten Werke wieder!
00:04:37: Aber jetzt an der richtigen Stelle nicht davor als Eintrittskarte sondern danach – als Folge.
00:04:43: Ihr müsst nichts leisten um dazu zu gehören.
00:04:46: Ihr gehört schon dazu und deshalb gibt es etwas zu tun.
00:04:49: Wer das durcheinander bringt, hat am Ende entweder einen Christentum ohne Kraft oder eins ohne Freude.
00:04:54: Stichwort Tretmühle Immer strampeln, nie ankommen.
00:04:58: Und noch etwas!
00:04:59: Es steht da, dass Gott diese Werke zuvor bereitet hat – ganz persönlich für dich.
00:05:04: Ich merkte es an meiner eigenen Geschichte.
00:05:06: Ich war immer schon technikbegeistert, hatte den Fable vor Videoschnitt und war jahrelang Jugendleiter.
00:05:12: Drei Dinge die für sich genommen einfach nur ... ja eben da
00:05:16: waren.".
00:05:17: Heute sehe ich, wie Gott genau daraus die Basis sozusagen gebaut hat.
00:05:22: Für meine Arbeit als Lehrer, als Mediencoach für Eltern und für das was sich am Ministerium heute macht.
00:05:27: Geplant habe ich das nie!
00:05:29: Und genau das ermutigt mich – Gott sieht viel weiter als wir und er kann Entwicklungen gebrauchen, die erst im Rückblickenden Sinn ergeben.
00:05:36: Das macht die Situation in denen man gerade überhaupt nichts versteht nicht leichter aber es lohnt sich ihm dazu zu trauen dass er weiter schaut als wir.
00:05:45: Der Mann, der Baufuß und am Ende durch den Schnee von Chicago lief hat später tausenden geholfen wieder auf die Beine zu kommen.
00:05:52: Wenn ihr also gerade denkt mit eure Vorgeschichte sei für Gott nichts mehr anzufangen das ist genau das Material mit dem er arbeiten möchte um etwas Neues werden zu lassen.
00:06:01: Ihr war tot!
00:06:02: Gott aber hat euch lebendig gemacht Und es keine Verbesserung.
00:06:06: Das ist die Auferstehung zum ewigen Leben.
00:06:09: Was für eine Zusage.
00:06:11: Denkt dran, Gott braucht kein der alles kann.
00:06:13: Er will einen, der ihn wirklich kennt.
00:06:16: Gottes Segen für euer Wochenende und bis zur nächsten Folge!
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