#042 Der Vertrag auf der Serviette
Shownotes
„Lasst uns hinaufziehen und es einnehmen, denn wir werden es gewiss bezwingen!" (4. Mose 13,30)
Darum geht's
- Barcelona 2000: derselbe Junge, zwei Urteile, ein Vertrag auf einer Serviette
- Der Kundschafterbericht und das „Aber" in Vers 28
- Warum die zehn nicht gelogen haben – und wer trotzdem fehlte
- „Wir waren in unseren Augen wie Heuschrecken"
- Kaleb sieht dieselben Riesen und rechnet trotzdem mit Gott
- Glaube ist nicht Optimismus – der Unterschied
- Wie Angst die Vergangenheit verklärt: „Wären wir doch in Ägypten gestorben"
- Vierzig Jahre Wüste – Angst war nicht die sichere Variante
- Nick Vujicic und Joni Eareckson Tada
- „Mit meinem Gott überspringe ich Mauern" – Christians eigene Mauer
Bibelstellenübersicht
- 4.Mose 13,27-33
- 4.Mose 14,2-24
- 2.Korinther 4,17-18
- Psalm 18,30
Denk dran: Gott braucht keinen, der alles kann – er will einen, der ihn wirklich kennt.
Transkript anzeigen
00:00:09: Hey, ich bin Christian und ich freue mich, dass ihr dabei seid bei einer neuen Folge von Kreuz & Klar.
00:00:15: Im Dezember zweithausend saß in einem Tennisclub in Barcelona ein Mann namens Carles Rechak damals Sportdirektor des FC Barcelona.
00:00:25: es ging um einen dreizehnjährigen Argentinier klein für sein Alter, mit einer Wachstumsstörung, deren Behandlung teuer werden würde.
00:00:33: Im Verein war man sich überhaupt nicht einig – die einen sagten der Junge sei ein Phänomen!
00:00:39: Die anderen sagten, dass er so schmächtig den mache Eintritt
00:00:42: kaputt.".
00:00:43: Die selben Trainingseinheiten, dieselben Arzt berichten dieselben Akten und zwei komplett verschiedene Urteile.
00:00:50: Retschak griff sich am vierzehnth Dezember eine Papierserviette und schrieb den Vertrag kurzerhand darauf.
00:00:58: Der Junge um den es ging hieß natürlich Lionel Messi.
00:01:02: Ein paar Jahre vorher, naja sind ein paar mehr... Wir sind in Viertermose dreizehn.
00:01:08: Israel steht kurz vor dem Ziel.
00:01:10: Gott hat das Land zugesagt und Mose schickt zwölf Männer los um es sich anzuschauen.
00:01:15: Vierzig Tage später kommen sie zurück mit einer Traube die zwei Männer an einer Stange tragen müssen Und ihr Bericht fängt großartig an.
00:01:24: Giers, Vers siebenundzwanzig.
00:01:26: Zitat Wir sind in das Land gekommen, in das du uns gesandt hast und es fließt wirklich Milch- und Honig darin – und dies ist seine Frucht!
00:01:36: Und dann kommt im nächsten Vers das Wort an dem Alles sich dreht.
00:01:41: Aber.
00:01:42: Viertermose, Dreizehn, Vers achtundzwunzig.
00:01:44: aber das Volk, das im Land wohnt, ist stark und die Städte sind befestigt und sehr groß.
00:01:51: Ein Pastor in Tübingen hat es mal ziemlich flappsig zusammengefasst und gesagt, die Kundschafter seien halt auf eine orientalische Basketballmannschaft getroffen.
00:02:00: Wenn man das so hört merkt man plötzlich wie klein das Problem eigentlich war – für die zehn Männer war's aber riesig!
00:02:07: Am Ende des Kapitels in Vers.
00:02:09: thirty sagen sie Wir waren in unseren Augen wie Heuschrecken und so waren wir auch in ihren Augen Das Entscheidende?
00:02:17: Die Zehen haben nicht gelogen.
00:02:19: Es gab wirklich befestigte Städte, es gab wirklich große Leute!
00:02:23: Ihr Bericht war sachlich korrekt – nur einer kam darin nicht vor, nämlich Gott.
00:02:28: Sie hatten alles ausgerechnet und ausgerechnet denen weggelassen, der sie Zusage gegeben
00:02:33: hatte.".
00:02:34: Dazwischen in Viertermose dreizehn fährst dreißig steht Caleb auf.
00:02:39: Er sagt »Lasst uns hinaufziehen und es einnehmen, denn wir werden es gewiss bezwingen«.
00:02:45: Kaleb ist kein Träumer.
00:02:47: Er war dabei, er hat die selben Riesen gesehen gehabt!
00:02:50: – Er sagt auch nicht so schlimm wird es schon nicht werden.
00:02:53: Er sagt Ja, die sind groß und Gott hat es trotzdem zugesagt.
00:02:58: Ein Kapitel weiter in Vierter Mose vierzehn Vers vierundzwanzig sagt Gott über ihn, weil mein Knecht Kaleb einen anderen Geist hat und mir völlig nachgefolgt ist will ich ihn das Land
00:03:10: bringen.".
00:03:11: Das ist der ganze Unterschied.
00:03:13: Glaube ist nicht Optimismus.
00:03:15: Optimismus redet sich die Lage schön, Glaube schaut sie genau an und rechnet trotzdem mit Gott!
00:03:21: Die Angst der Zehn richtet dann noch einen zweiten Schaden an.
00:03:25: Das Volk gerät in Panik und fängt an, sich Ägypten schönzureden.
00:03:29: In Viertermose XIV Vers II steht – ach, wären wir doch im Land Ägypten gestorben!
00:03:34: Ägypt'n vierhundert Jahre Sklaverei, Ziegelsteine, Peitschi Kindermord… Und auf einmal klingt es nach der guten alten Zeit.
00:03:40: So arbeitet Angst.
00:03:41: Sie erzählt uns von früher immer nur die schöne Hälfte am Überblos nicht nach vorne gehen müssen.
00:03:46: Am Ende folgen vierzig Jahre Wüste und von den zwölf Kundschaftern sehen nur zwei das Land.
00:03:51: Angst war eben nicht die sichere Variante, sie hat die Zehn des Ziel gekostet.
00:03:56: Was heißt das für uns?
00:03:57: Ihr dürft eure Riesen ruhig beim Namen nennen!
00:04:00: Der Berg an Verantwortung, die Zahlen auf den Konto oder befunden beim Arzt – was es auch ist, dass ist real und frommes Kleinreden hilft niemandem.
00:04:07: Aber als Christen kommt eine Perspektive dazu, die über dieses Leben hinausgeht.
00:04:19: verschafft uns eine ewige und über alle Maßen gewichtige Herrlichkeit, da wir nicht auf das Sichtbare sehen sondern auf das Unsichtbare.
00:04:27: Falls du gerade zuhörst und mit Gott nicht so viel am Hut hast, klingt es vielleicht nach Vertröstung – ist es aber nicht!
00:04:33: Denn wer weiß dass diese Jahre nicht alles sind.
00:04:36: für den verschiebt sich das Gewicht der Dinge?
00:04:38: Eine Krankheit bleibt eine Krankheit, aber sie ist eben nicht des Ende der
00:04:41: Geschichte.".
00:04:42: Trauer bleibt trauer, aber sie ist kein endgültiger Abschied.
00:04:46: Unser Rückschlag im Job ist ein Rückschlag und nicht das Urteil über den Wert eines
00:04:50: Lebens.".
00:04:51: Man sieht es an Menschen wie Nick Wujicic, geboren ohne Arme und Beine der heute weltweit vor Zehntausenden von Hoffnung spricht oder an Johnny Ericsson Tata die mit Zitzen nach einem Sprung ins flache Wasser vom Hals abwärts gelähmt war.
00:05:09: Die beiden gehen nicht trotz ihres Schicksals anders durchs Leben, sondern weil sie wissen worauf das Ganze zuläuft.
00:05:16: Und trotzdem packen uns die weltlichen Dinge, weil wir mitten in dieser Welt leben.
00:05:20: Deshalb muss man diese Perspektive kultivieren, sonst geht's im Alltag unter.
00:05:25: Im Salm achtzehn fährst dreißig, sagt David mit meinem Gott überspringe ich Mauern.
00:05:30: Ich hatte selbst so eine Mauer, ich war an einer Privatschule beurlaubt mit drei Jahren Restlaufzeit im Vertrag.
00:05:36: Eigentlich fünf Jahre zwei hatte schon drei waren eben noch in meinem Vertrag eigentlich alles geregelt bis sich die Dinge dort so entwickelten dass sie am Ende sogar bereit gewesen wäre dem Beruf ganz an den Nagel zu hängen denn ich hatte nachgerechnet drei Jahre bis ich zurück ins öffentliche System könnte.
00:05:53: Das war meine Version von befestigte Städte und große Leute, denn drei Jahre können sich endlos anfühlen wenn du am falschen Platz bist.
00:06:01: Und so wars bei mir!
00:06:03: Und dann hat Gott es einfach anders geregelt... Der Wechsel kam unerwartet schnell und völlig problemlos an eine richtig gute öffentliche Schule und obendrauf gab's noch eine Tätigkeit am Ministerium die mir bis heute große Freude macht.
00:06:15: damit hatte ich in meiner Rechnung überhaupt nicht kalkuliert.
00:06:18: aber Gott versorgt.
00:06:20: Und damit zurück nach Barcelona.
00:06:22: Die Skeptiker im Verein hatten damals keine schlechteren Informationen als Retschak, sie hatten nur den kürzeren Blick – Sie sahen den Jungen der vor ihnen stand.
00:06:32: Retshak sah denen, der daraus werden würde.
00:06:35: Genau das ist der Unterschieden zwischen den Zehen und Kaleb!
00:06:38: Und die gute Nachricht ist Gott sieht nicht nur die Riesen und auch nicht nur den, der du gerade bist….
00:06:44: Er sieht was er aus dir macht ….
00:06:46: und er hat längst unterschrieben.
00:06:49: Denkt dran Gott braucht keinen, der alles kann.
00:06:51: Er will einen, der ihn wirklich kennt!
00:06:54: Gottes Segen dir und bis zur nächsten Folge.
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