#036 Leben heißt Christus
Shownotes
„Denn für mich ist Christus das Leben, und das Sterben Gewinn." (Philipper 1,21)
Darum geht's
• Warum der Vers keine Resignation ist • Doppelter Gewinn: dienen oder sehen • Paulus als Verfolger losgekauft, als Apostel gesandt • Freude, die nicht aus den Umständen kommt – geschrieben im Gefängnis • „Wird gewiss vollendet werden" (V. 6) und was das mit Erziehung zu tun hat • Ein Leben, das nicht mehr einem selbst gehört
Bibelstellenübersicht
• Philipper 1,6 • Philipper 1,21-26
Denk dran: Gott braucht keinen, der alles kann – er will einen, der ihn wirklich kennt.
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00:00:00: Sterben ist Gewinn.
00:00:02: Diesen Satz liest man manchmal auf christlichen Trauerkarten, dabei hat ihn ein Mann geschrieben der mitten im Leben stand und er sich anschließend bewusst dagegen entschieden hat.
00:00:13: Darum geht es heute bei Kreuzung klar!
00:00:23: Ich bin John herzlich willkommen zu Kreuzungen klar.
00:00:27: Philippa I fährt's einundzwanzig gehört zu den Setzen die man schon mal gehört hat meistens auf einer Beerdigung in einer Traueranzeige oder sogar auf einem Grabstein.
00:00:37: Und dadurch klingt er, als hätte da jemand wirklich endgültig abgeschlossen.
00:00:42: Als wäre der Satz für den finalen Schluss Nur geschrieben hat ihm Paulus im Gefängnis in Rom mit einem laufenden Prozess und offenem Ausgang.
00:00:52: Er ist zu dem Zeitpunkt Mitte Fünfzig, er hat noch Pläne und schreibt gerade einen Brief an eine Gemeinde die er sehr gerne wiedersehen möchte.
00:00:59: Das ist also kein Abschiedsbrief.
00:01:02: Hören wir mal genau hin!
00:01:06: Denn für mich ist Christus das Leben und das Sterben ein Gewinn.
00:01:12: Dieser Satz hat zwei Hälften, und irgendwie hören wir meistens nur die zweite.
00:01:17: Dabei steht die erste eben vorne dran und ist die Voraussetzung für alles was danach kommt.
00:01:24: Für mich is Christus des Leben.
00:01:26: Achtet mal auf die Formulierung!
00:01:27: Er sagt hier nicht, Christus gehört zu meinem Leben, er sagt auch nicht, Reserviere, sondern er sagt Christus ist das Leben.
00:01:41: Bei ihm ist Christus also nicht ein Teil des Ganzen, sondern Er IST das Ganze!
00:01:48: Woher kommt es bei diesem Mann?
00:01:50: Der Satz hat natürlich eine Vorgeschichte.
00:01:52: im ersten Timotius Brief Kapitel eins schreibt Paulus über sich selbst.
00:01:56: Christus Jesus ist in die Welt gekommen um Sünder zu retten von denen ich der größte bin.
00:02:02: Das hier ist keine Fromme Bescheidenheit.
00:02:05: Der Mann hat Christen ins Gefängnis gebracht und auch bei der Hinrichtung zugesehen.
00:02:10: Und genau deshalb weiß er ziemlich genau, was ihm geschenkt wurde.
00:02:13: Er hatte den Tod verdient und hat ein Leben bekommen – ein Leben das ihm seitdem nicht mehr selbst gehört!
00:02:22: Wer das begriffen hat für den ist, Christus isst mein Leben.
00:02:26: keine Floskel sondern eine Beschreibung der Besitzverhältnisse.
00:02:31: Deswegen funktioniert dann die zweite Hälfte des Satzes Sterben ist Gewinn.
00:02:37: Das sagt er nicht, weil ihm das Leben egal wäre sondern weil er weiß was danach kommt.
00:02:42: ein paar verse weiter in vers zu dreiundzwanzig wird er dann noch konkreter mich verlangt danach aufzubrechen und bei christus zu sein was auch viel besser wäre.
00:02:54: das wort dass paulus hierfür aufbrechen benutzt kommt aus dem lager leben zelt abbauen und weiterziehen.
00:03:01: nicht es ist vorbei sondern ich packe zusammen Zier um.
00:03:07: Das ist der Grund, warum er das Sterben einen Gewinn nennen kann!
00:03:11: Für ihn es kein Abbruch sondern ein Umzug an einem Ort wo DER ist, um den sich sein ganzes Leben dreht.
00:03:19: und jetzt kommt die Stelle die mich am meisten beeindruckt denn Paulus rechnet in Vers.
00:03:23: twenty bis vierundzwanzig mal tatsächlich nach und stellt fest dass die Rechnung in beide Richtungen aufgeht.
00:03:32: wenn aber das Leben im Fleisch Mir Gelegenheit gibt zu fruchtbarer Wirksamkeit, so weiß ich nicht was ich wählen soll.
00:03:40: Denn ich werde von Beidem gedrängt!
00:03:42: Aber es ist nötiger im Fleisch zu bleiben um eure Dwellen.
00:03:47: Weiterleben heißt Christus dienen.
00:03:49: Sterben heisst Christus sehen.
00:03:52: Es gibt keine Variante bei dem dieser Mann verliert und genau deshalb kann er im Gefängnis sitzen und trotzdem gelassen bleiben.
00:04:00: Es gibt nichts mehr womit man ihn erpressen könnte Und dann entscheidet er sich fürs Bleiben.
00:04:07: Nicht weil er im Leben klebt, sondern mit einer Begründung die überhaupt nichts mit ihm selbst zu tun hat – um Eure d'willen!
00:04:15: Weil andere ihn noch
00:04:15: brauchen.".
00:04:17: Der Missionar Jim Elliott hat genau für diese Haltung einen Satz gefunden den ich euch kurz erklären möchte.
00:04:24: Er lautet ….
00:04:35: Das muss man zweimal hören.
00:04:37: Was können wir nicht behalten?
00:04:40: Unser Leben hier, unsere Gesundheit unseren Besitz und unsere Karriere?
00:04:44: das alles geben wir ab ob wir wollen oder nicht spätestens ganz am Ende.
00:04:50: Und was wollen wir nicht verlieren?
00:04:53: Das was Jesus uns gibt die Vergebung Die Zugehörigkeit zu Gott dass ewige leben.
00:05:00: und deshalb sagt Elliot wer das erste hergibt Um das Zweite zu bekommen, ist eben kein Idiot.
00:05:08: Sondern er rechnet einfach richtig!
00:05:10: Er tauscht nur etwas ein, dass ihm ohnehin durch die Finger rinnt.
00:05:15: Elliot hat es übrigens nicht nur aufgeschrieben... ...er wurde selbst wenige Jahre später bei einem Einsatz in Ecuador getötet.
00:05:24: Und da sind wir bei dem Punkt für euch Wenn Sterben gewinnen ist Warum sind wir dann eigentlich noch hier?
00:05:30: Die Antwort steht in Vers.
00:05:31: Twenty-ZweiundVierundzwanzig, weil es eben noch was zu tun gibt.
00:05:36: Solange wir hier sind haben wir auch einen Auftrag.
00:05:39: Unser Leben ist die Zeit, in der wir gemeinsam mit Jesus das tun, was am Ende dazu führt dass das Sterben tatsächlich gewinn ist.
00:05:47: und das passt zudem vers mit dem Paulus diesen Brief eröffnet hat Kapitel Eins Vers Sechs.
00:05:54: Ich bin davon überzeugt, dass der, welcher in euch ein gutes Werk angefangen hat es auch vollenden wird bis auf den Tag Jesu Christi.
00:06:03: Gott arbeitet zielgerichtet er fängt nichts an was er nicht zu Ende bringt und wer Kinder hat versteht das sofort.
00:06:11: wir erziehen ja auch nicht ziellos vor uns hin sondern wir haben schon meistens ein klares Bild davon was aus diesem Kind mal werden soll und arbeiten eben jahrelang daraufhin Auch wenn es zwischendurch manchmal überhaupt nicht danach aussieht.
00:06:26: Genauso geht Gott mit uns um, er ist nicht fertig mit euch und der wird das auch nicht aufgeben.
00:06:32: Deshalb zum Schluss eine Frage zu mitnehmen.
00:06:36: Paulus Satz is ja eigentlich ein Lügentext.
00:06:40: Für mich ist das Leben Punkt Punkt Punkt Und Sterben Punkt Punkt.
00:06:47: Setzt da mal ehrlich ein was bei euch gerade stehen würde Der Job Die Familie, die Anerkennung und dann schaut was in der zweiten Lücke landet.
00:07:01: Denn was auch immer bei der ersten steht entscheidet darüber was in den Zweiten überhaupt möglich ist.
00:07:07: Bei den meisten Antworten bleibt für die zweite Lücke nämlich nur Verlust.
00:07:14: Für mich ist das Leben Der Job Und Sterben Verluste.
00:07:21: Nur bei einer Antwort kann am Ende Gewinn stehen.
00:07:25: Denkt daran Gott braucht keinen, der alles kann.
00:07:28: Er will einen, der ihn wirklich kennt.
00:07:31: Gottes Segen und bis zum nächsten Mal bei Kreuz und klar!
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