#028 Das Knie beugen

Shownotes

"Wir haben gesündigt und Unrecht getan." (Daniel 9,5)

Darum geht's

• Das kulturelle Männerbild: nie entschuldigen, nie zurückrudern – und warum es Stolz ist • Daniel mit 90: kein Heißsporn mehr, aber immer noch Feuer für Gott • "Wir haben gesündigt" – Verantwortung statt Fingerzeigen • Keine billige Gnade: Schuld nicht kleinreden (Bonhoeffer) • Der Himmel bewegt sich, sobald du anfängst zu beten – nicht erst, wenn du fertig bist • Die Fahrradschloss-Geschichte: Entschuldigen befreit • "Wer sich selbst erniedrigt, der wird erhöht"

Bibelstellenübersicht

• Daniel 9,1–23 • Lukas 14,11

Denk dran: Gott braucht keinen, der alles kann – er will einen, der ihn wirklich kennt.

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00:00:09: Hey und herzlich willkommen zu einer neuen Folge von Kreuz & Klar.

00:00:14: Es ist schon seltsam, irgendwie hält sich das Bild eines Mannes in den verschiedensten Kulturen hartnäckig.

00:00:19: ein starker Mensch entschuldigt sich nie gibt nie einen Fehler zu und geht schon gar nicht in die Knie denn wer um Vergebung bittet hat verloren.

00:00:28: es klingt nach Stärke und genau dass sollen wir Männer ja angeblich verkörbern.

00:00:33: Und dann gibt es Daniel Den Typ, den wir diese Woche schon kennengelernt haben, der sich am Hof des mächtigsten Königs nicht verbiegt.

00:00:41: Nein sagt wenn alle mitmachen und nicht mal in der Löwengrube klein beiget!

00:00:46: Und was man leicht überliest – in Kapitel neun ist er kein junger Heißsporn mehr sondern wahrscheinlich um die Neunzig-und seit Jahrzehnten in der Fremde.

00:00:54: und trotzdem brennte immer noch für Gott Statt einer von denen zu sein, von denen man sagt ja der war früher mal feurig.

00:01:01: Und ausgerechnet dieser Mann geht in die Knie und betet ein Bußgebet – also einen Gebeten den man schuldbekennt und umkehrt für unsere Kultur das glatte Gegenteil von Stärke.

00:01:12: Daniel begreift beim Lesen von Jaremia in welcher Lage sein Volk steckt und statt mit dem Finger auf andere zu zeigen, betet er in Vers Fünf nicht, die haben gesündigt sondern wir haben gesundigt und unrecht

00:01:24: getan.".

00:01:25: Keine Ausreden, nicht die Frau, nicht der Chef.

00:01:28: Nicht die Regierung sondern schlicht wir!

00:01:31: Jesus ist eben nicht für unsere Ausrede gestorben und er redet die Sache auch nicht klein nach dem Motto Ist doch nicht so schlimm, machen doch alle.

00:01:39: Das wäre nach Dietrich Bonnhöfer billige Knade Die selbe Sackgasse, die wir letzte Woche schon bei David Nach Nathan gesehen haben.

00:01:46: Und das stellt unser ganzes Stärkebild auf den Kopf, denn es kostet unendlich viel mehr Kraft.

00:01:52: Ich habe Mist gebaut zu sagen und sich Gott auszulehvern als ich einzuigeln und stur weiterzumachen.

00:01:58: Dieses Nie-Zurückrudern, dass uns als Männlichkeit verkauft wird ist in Wahrheit oft nur stolz.

00:02:05: der Zufaige ist, sich da Wahrheit zu

00:02:06: stellen.".

00:02:07: Trotzdem ist Bruse keine Verzweiflungstat ins Leere, denn Daniel weiß wem er sich da ausliefert und er sagt – wohlgemerkt im alten Testament – »der Herr unser Gott is barmherzig ungnädig!«.

00:02:19: Du wirst dich beim Bekennen nicht in einen Abgrund sondern in seine offenen Arme.

00:02:24: Und das Schönste daran noch mitten im Gebet kommt schon die Antwort und der Engel sagt zu Daniel «als du anfingst zu beten».

00:02:31: ergien das Wort Der Himmel bewegt sich also nicht erst, wenn du fertig bist oder es perfekt formulierst sondern in dem Moment, indem du überhaupt anfängst.

00:02:40: Das sollte uns für unseren Alltag zu denken geben.

00:02:43: Im Kleinen habe ich das selbst erlebt.

00:02:45: Ich hatte der Nachbarstochter mein teures Fahrradschloss mal geliehen.

00:02:48: da war ich dreizehn oder so und das kam dann nie zurück Und ich hielt sie monatelang fürschuldig bis ich es anderthalb Jahre später In meinem eigenen Keller fand wo ich es selbst verräumt hatte.

00:03:01: Das war nach der Vorgeschichte unfassbar peinlich, aber ich habe ihr einen Brief geschrieben, mich entschuldigt und ein Gutschein reingelegt.

00:03:09: Und danach ging es mir so viel besser!

00:03:11: Wie sieht's bei dir aus?

00:03:12: Wo egelst du dich gerade ein?

00:03:14: statt es zuzugeben vor Gott oder vor einem Menschen?

00:03:17: Machs nicht zu einem.

00:03:19: irgendwann sondern noch heute – und am besten ganz wortwörtlich – geht tatsächlich für einen Moment auf die

00:03:25: Knie.".

00:03:25: Diese Haltung ist kein Theater, sondern macht deutlich dass du dich dem Richtigen unterstellst.

00:03:31: Und falls sich Knien für Dich als Mann schwächlich anfühlt dann ist es genau dieses Gefühl die Lüge die wir heute knacken.

00:03:38: Denn stark ist am Ende nicht der der nie das Knie beugt Sondern der der stark genug ist es vor dem richtigen zu beugen.

00:03:44: Für Daniel war Gott eben keinen Wunscherfüllung Kein frommes Add-on zum eigenen Leben sondern groß und heilig und zugleich der Vater, den Christus auf uns zukommt.

00:03:55: Jesus hat es so gesagt – wer sich selbst erniedrigt, der wird erhöht.

00:03:59: Genau das hat Daniel erlebt und genau das gilt auch für Dich.

00:04:02: Denk dran!

00:04:03: Gott braucht keinen, der alles kann.

00:04:05: Er will einen, der ihn wirklich kennt.

00:04:08: Gottes Segen und in Mut des Knie zu beugen.

00:04:11: Bis morgen.

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